Half Year 2026 Hypoport SE Earnings Call - German

Speaker #1: And so. Wir starten mit einem Blick auf die Konzernergebnisse, der Rohertrag plus 5%, also Rekordhalbjahr, kann man sagen. Nach dem Rekordvorjahr beim Rohertrag, aber auch keine allzu große Überraschung.

Speaker #1: Die plus 5% werden von allen drei Segmenten getragen, das ist sehr erfreulich. Das ist also ein breites Wachstum. Und jetzt hier schon mal an der Stelle: Und das in teilweise Märkten, wo es gerade Gegenwind gibt, wo also kein Wachstum aus dem Markt kommt, sondern der Markt rückläufig ist und das Wachstum rein durch die den Gewinn von Marktanteilen erzielt werden konnte.

Speaker #1: EBIT 19,3 Millionen plus 20% gegenüber Vorjahr. Wir sind auf Rekordjagd, das wissen Sie. Das letzte Jahr war noch kein Rekordjahr beim EBIT. Wir messen uns hier am Jahr 2021, unserem letzten Rekordjahr.

Speaker #1: Die 19,3 Millionen sind schwächer als das Halbjahr 2021, da waren es 22 Millionen zum Halbjahr. Da müssen wir also noch ein bisschen was holen im zweiten Halbjahr.

Speaker #1: Auch hier erfreulich: Die Zugewinne beim EBIT kommen aus allen drei Segmenten. Etwas sozusagen in der im relativen Wachstum unterschiedlich verteilt, absolut recht ähnlich. Jedes Segment konnte leicht zulegen im ersten Halbjahr.

Speaker #1: Das ist an sich auch erst mal wieder erfreulich, weil es sozusagen die Robustheit auch aus der Breite unserer Geschäftsmodelle zeigt, in der wir hier uns entwickeln.

Speaker #1: EBIT-Marge aus Konzernsicht plus 14%, oder bei 14% jetzt, und plus von 2 Prozentpunkten. Soweit eine, ich würde mal sagen, ordentliche Entwicklung angesichts der Rahmenbedingungen.

Speaker #1: Und mindestens mal das Segment Real Estate und Mortgages zeigt auch heute schon, was wir insgesamt in unseren Geschäfts in unseren Geschäftsmodellen erreichen können. Ja, Highlights: Jenseits der Summenzahlen: Ich würde mal sagen, die deutlichen Zugewinne an Migration in Richtung Europace bei den Regionalbanken sind weiterhin sozusagen eine spannende Entwicklung.

Speaker #1: Auch die Performance der Value AG ist ein Highlight. Und jenseits von Real Estate und Mortgage würde ich sagen, die tolle Entwicklung unserer Geschäftsmodelle im Bereich der Wohnungswirtschaft, dort gerade auch mit Voviport, das zentrale ERP-System, ist weiterhin eine sehr, sehr positive Entwicklung.

Speaker #1: Herausforderungen des ersten Halbjahres: Durch die Bank volatiles Umfeld, würde ich sagen. Also auch wenn unsere Geschäftsmodelle nicht unmittelbar betroffen sind von den geopolitischen Verwerfungen da draußen, aber über Zinsschocks über Verbrauchervertrauen kommen natürlich auch das, was in der Geopolitik gerade an Volatilität herrscht bei uns, bei den Verbrauchern in Deutschland, an.

Speaker #1: Und insofern spüren wir das natürlich dann doch auch in der Geschäftstätigkeit, wenn es darum geht, dass Verbraucher sich auf viele Jahrzehnte an eine Immobilie binden sollen, wenn Mittelstand investieren soll.

Speaker #1: All das ist in den aktuellen Rahmenbedingungen natürlich etwas erschwert. Mit einem Wirtschaftswachstum in Deutschland an der Nulllinie, also keinem Wirtschaftswachstum, trotz einer massiven Schuldenausweitung durch die öffentliche Hand, spüren wir natürlich auch in unseren unterschiedlichen Kreditmärkten auch den Druck, wenn man so will, die Konkurrenz des Staates, der den Zins negativ beeinflusst.

Speaker #1: Dadurch, dass sich viel Geld leiht, und auch insgesamt natürlich die sozusagen die Kreditqualität in Deutschland schwächt dabei. Während der private Sektor unter sozusagen bei wenig Wirtschaftswachstum und erhöhten Zinskosten natürlich auch vorsichtiger wird.

Speaker #1: Das ist sozusagen die Rahmenbedingung, würde ich sagen, insgesamt dann dadurch anspruchsvoll. So, wenn wir über das insgesamt hinaus sind, dann schauen wir in die einzelnen Segmente.

Speaker #1: Starten wir immer mit unserem sozusagen zentralen Segment, Real Estate und Mortgage, wo es den deutschen Wohneigentumsmarkt geht. Und dort die Journey, dass wir möglichst viele Menschen so schnell wie möglich in die eigene vier Wände bringen wollen.

Speaker #1: Eine Passion, die uns jetzt mehr seit 30 Jahren, mehr als 30 Jahre antreibt. Und auf der wir auch im ersten Halbjahr wieder etwas vorangekommen sind.

Speaker #1: Und das trotz Marktumfeld. So, Marktumfeld ein bisschen detaillierter noch mal. Für das Wohneigentumssegment hier: Die Zinsentwicklung im sozusagen bis März leicht fallend, dann ein starker Zinssprung durch den Schock, den der Iran-Konflikt ausgelöst hat an den Kapitalmärkten.

Speaker #1: Und seitdem auf leicht erhöhtem Niveau ein, kann man sagen, mehr oder weniger seitwärts Trend mit hoher Volatilität, wie gesagt. Das Ganze führt im deutschen Wohneigentumsmarkt dazu, dass eine leichte Beruhigung im ersten Halbjahr wahrnehmbar ist.

Speaker #1: Wir sehen, dass eine zunehmende Anzahl von Immobilien auf den Markt kommt, gerade auch ehemalige Mietwohnungen kommen auf den Markt. Und werden angeboten. Das aber die leichte Zurückhaltung der Verbraucher dazu führt, dass sich dass weniger Transaktionen abgeschlossen werden und dass sich die Preise man kann sagen, mehr oder weniger nur seitwärts entwickeln.

Speaker #1: Wenn man das Ganze noch inflationsbereinigen würde und Sie wissen alle, Inflation ging auch durch den Iran-Schock und durch die Energiepreise etwas nach oben, dann haben wir faktisch inflationsbereinigt leicht sinkende Immobilienpreise gerade in Deutschland.

Speaker #1: Das heißt also, die sozusagen zunehmende Verkaufsbereitschaft, gerade auch von Vermietern, trifft auf höhere Zinskosten und damit eigentlich mathematisch, finanzmathematisch sauber richtig, leicht sinkende Preise.

Speaker #1: Was auch was weiterhin zu beobachten ist, ist, wir sehen, dass der Neubau leicht zunimmt. Also Menschen wagen, und das trotz der volatilen Rahmenbedingungen, den Baubeginn.

Speaker #1: Und investieren. Aber auch weiterhin zu steigenden Kosten. Also die Schere zwischen den Werten von Bestandsimmobilien und den Kosten für den Neubau von Wohnimmobilien öffnet sich gerade wieder, läuft wieder auseinander.

Speaker #1: Wir hatten ja eine Phase 2023, 2024, da schloss sich die Schere leicht wieder. Jetzt geht sie wieder auseinander. Es wird teurer. Dafür hat man natürlich gerade Energie, energetisch eine andere Effizienz, die man hier baut.

Speaker #1: So, ich habe gerade schon gesagt, die Anzahl der Objekte steigt, gerade auch, weil vermietete Objekte oder ehemals vermietete Objekte auf den Markt kommen. Das drückt weiterhin auf den Mietmarkt.

Speaker #1: Wir haben stark steigende Angebotsmieten in Deutschland. Ein Plus von 5 Prozent, also deutlich oberhalb der Inflationsrate liegend. Und ein weiterhin extrem geringes Angebot an Mietwohnungen, das, was angeboten wird, ist nicht selten genauso teuer wie der Wohneigentumserwerb.

Speaker #1: Und sozusagen, wenn man so will, dieser eingefrorene Mietmarkt, dass weniger, was da passiert, was seltene Lösung ist, gerade auch für den deutschen Mittelstand, für Familien, die schön wohnen wollen, besser wohnen wollen, fördert natürlich nachhaltig die Wohneigentumsbildung und sozusagen neben der Bautätigkeit auch dann mittelfristig wieder die Transaktionstätigkeit im Wohneigentumsmarkt.

Speaker #1: So, wie haben wir uns hier insgesamt geschlagen? Also wie gesagt, leicht durchgängiger Markt, selbst die Bundesbank kommt zwischenzeitlich dazu, dass es Kreditvolumen rückläufig ist.

Speaker #1: Wir sind als Gesamtplattform seitwärts gegangen. Q1 und Q2 jeweils vergleichbar mit dem Vorjahr. Bei einer ähnlichen Zinsentwicklung auch wie im Vorjahr. Dr. Klein, unser Franchise-System, der auch seitwärts und damit marktanteilig gewonnen und das ist sehr erfreulich.

Speaker #1: Und auch weiterhin eine tolle Entwicklung für unser System. Ja, und wie schon bei den Highlights erwähnt, im Bereich der Regionalbanken sowohl bei den Sparkassen als auch bei den Genossenschaftsbanken haben wir Nettozuwächse an Volumen, weil wir Nettozuwächse an Migration haben.

Speaker #1: Sozusagen Banken, Vertriebsstrukturen, die in den beiden Verbünden auf FINMAS und Genopace migriert werden. Und diese zunehmende Nutzungsintensität überkompensiert dann, dass in beiden Verbünden gerade die Volumenzahlen bei den sozusagen bestehenden Strukturen rückläufig sind.

Speaker #1: Also hier schaffen wir es, in einem leicht rückläufigen Markt insgesamt sozusagen positives Wachstum zu erzeugen. Was ja fehlt in dem Chart, sind die privaten Banken.

Speaker #1: Da würde ich sagen, positives Highlight, die Targobank, die mithilfe von Europace ein Baufinanzierungsgeschäft in Deutschland skalieren will. Negativ weiterhin das eine große deutsche Bank, gerade Marktanteile abgibt, weil sie andere strategische Ziele verfolgt.

Speaker #1: Und das führt insgesamt dann zu der seitwärts Entwicklung der Plattform, so wie gerade schon berichtet. Wenn wir auf die Verwendungszwecke schauen, dann sieht man, dass sich die Marktentwicklung insgesamt natürlich auch bei uns dann aufgrund unseres Marktanteils einfach schon auch in den Volumenzahlen niederspiegelt.

Speaker #1: Wir können positiv berichten, dass die Finanzierungsvolumen für den Neubau weiter leicht ansteigen und wir hier auch in dem zweiten Quartal 2026 ein Wachstum gegenüber dem Vorquartal gesehen haben.

Speaker #1: Wir sind weiterhin deutlich unter den Volumen, die wir hier schon in 2021 und 2022 gesehen haben, trotz eines gestiegenen Marktanteils unsererseits. Das heißt, hier ist noch viel Potenzial nach oben.

Speaker #1: Und der Wohnraum wird auch gebraucht. In Deutschland. Auf der Transaktionsseite, das heißt im Bestand, haben wir ähnliche Zahlen wie letztes Jahr. In den jeweiligen beiden Quartalen.

Speaker #1: Also sozusagen ein leichtes Minus bei uns, daraus wird aber auch deutlich, wie sozusagen wie schwach der Markt da gerade performt. Also da fehlt gerade Transaktionsvolumen im Markt, das die Zurückhaltung der Verbraucher angesichts des volatilen Umfeldes ist da einfach spürbar.

Speaker #1: Genau, und von sozusagen weniger überraschend von Seiten der Refinanzierung und auch der Investitionen in die energetische Sanierung gibt es keine Impulse. Die Refinanzierungsseite ist begründet durch die Zinsentwicklung.

Speaker #1: Auch weiterhin alle diejenigen, die noch 15-jährige Zinsbindungen aus dem Jahr 2012 und früher haben, refinanzieren noch nicht. Die warten weiterhin. Und das ist ihr gutes Recht.

Speaker #1: Während im Bereich der energetischen Modernisierung das natürlich auch wieder politisch bedingt ist. Hohe Veränderungsgeschwindigkeit. Es gibt jetzt das neue Gebäudemodernisierungsgesetz, das jetzt mal zumindest mal wieder jetzt neu Klarheit schafft, wie das Regime jetzt aussieht, aber auch das halt wieder mit vielen kleinen nickligen Veränderungen gegenüber der Vergangenheit.

Speaker #1: Sodass auch Projekte selbst wenn sie schon geplant waren, noch mal überprüft werden müssen, ob sie unter den neuen Rahmenbedingungen jetzt noch so funktionieren. Und mit auch einer weiterhin unsicheren Zukunft, weil sich das Förderregime auch durch europäische Regulierung natürlich kurzfristig auch wieder ändern kann.

Speaker #1: Und nichts ist schädlicher für Investitionen in Wohnraum als sich ständig verändernde Rahmenbedingungen. Aber das sollte die Politik zwischenzeitlich verstanden haben. So, für das Segment insgesamt schließen wir das erste Halbjahr mit einem leichten Plus.

Speaker #1: Auf der Ebene des Rohertrags 3 Prozent. Hier hat im Wesentlichen auch dazu beigetragen, dass die Value AG ihren Gesundungskurs sehr erfolgreich fortgesetzt hat. Nur noch einen leichten Verlust im ersten Halbjahr eingefahren hat.

Speaker #1: Für das zweite Halbjahr gehen wir weiterhin davon aus, dass die Value AG ein positiven Deckungsbeitrag liefern wird. Und sozusagen ihren Wachstumskurs durch Integration in die Plattform, durch Digitalisierung des Gesamtangebots von Hypoport auch fortsetzt.

Speaker #1: Insofern auch sozusagen trotz des Marktumfeldes, trotz des rückläufigen Umfelds eine solide Entwicklung im ersten Halbjahr. Auch wenn sozusagen plus 3 Prozent, plus 4 Prozent dann im EBIT recht kleine Wachstumszahlen für uns sind.

Speaker #1: Also wir wünschen uns hier mehr und wir werden auch alles dafür tun, dass wir im zweiten Halbjahr hier eine höhere Dynamik sehen werden. Wir sind am Ende mit der Dynamik nicht zufrieden.

Speaker #1: Und werden weiterhin daran arbeiten, uns von der Gesamtmarktentwicklung stärker zu entkoppeln. Damit sind wir beim zweiten Segment der Financing Plattform. Hier das wichtigste Teilsegment, kann man sagen, die Wohnungswirtschaft.

Speaker #1: Mit unserer Digitalisierungsstrategie, beginnend aus der Finanzierungsseite über die ERP-Welt, bis hin in die Mietkautionskonten und die Schadensabwicklung, bieten wir der Wohnungswirtschaft heute eine voll digitale Plattform für ihre kaufmännischen Prozesse.

Speaker #1: Und auf dieser Plattform sehen wir überall Wachstumswerte. Auch wenn insgesamt die Wohnungswirtschaft sich gerade eher in so einer Art Winterschlaf befindet, weil sich die politischen Rahmenbedingungen für den Mietwohnungsbau oder auch die energetische Sanierung von Mietwohnungen in den letzten, man kann jetzt zwischenzeitlich schon sagen, fünf Jahren nicht positiv mehr gestaltet haben.

Speaker #1: So, wir sehen trotz dessen, dass die Wohnungswirtschaft fast nicht investiert, gerade ein Plus von 3 Prozent im Bereich der Finanzierungsvolumen. Wir sehen plus 29 Prozent eine deutlich weiterhin zügige Akquisition von Nutzeinheiten, Wohneinheiten für unsere ERP-Plattform.

Speaker #1: Das ist eine schöne Dynamik und wir erhalten weiterhin eine sehr positive Resonanz. Limitiert ist das Ganze durch sozusagen unsere Ressourcen im Rahmen von doch weiterhin komplexen Projekten.

Speaker #1: Diese notwendigen Migrationen zu steppen auf unsere Plattform. Und trotzdem läuft das Ganze mit einer schön gleichmäßigen Dynamik, kann man zwischenzeitlich sagen, seit zwei, drei Jahren nach oben.

Speaker #1: Und auch hier sozusagen der Pfad in Richtung Profitabilität allein dann nur für das Produkt ERP sozusagen ist weiterhin on track und wir sehen, dass wir in spätestens 2027 hier dann auch ein Break-even erreichen werden.

Speaker #1: So, was damit eng verbunden ist, und auch weiterhin ein schöner Erfolg ist, ist unsere Mietkautionsplattform, wo die Zahlungsströme verwaltet werden. Hier Highlight des ersten Halbjahres die Arealbank als einer der zentralen Zahlungsverkehrsdienstleister und ehemaliger Haupteigentümer unseres wesentlichen Wettbewerbers in der ERP-Welt.

Speaker #1: Hat sich dafür entschieden, auch wo wir Account zu unterstützen. Und sich zu integrieren und insofern eine Hürde auch abzubauen für die weitere Durchsetzung unserer Plattformen insgesamt innerhalb dieses Marktsegments.

Speaker #1: Soweit auch sehr erfreulich. Und insofern, wir sind mit diesem Produktsegment absolut on track für Wachstum trotz einer sozusagen politisch motivierten schwachen Gesamtentwicklung volkswirtschaftlich hier.

Speaker #1: So, wenn wir schon bei sozusagen politisch motiviert schwacher Entwicklung sind, der Bereich des deutschen Mittelstandes und gerade auch der Förderfinanzierung des deutschen Mittelstandes. Hier kann ich mich nur wiederholen und das erzähle ich jetzt hier seit zwei Jahren.

Speaker #1: Der Bedarf ist riesig. Sowohl die internationalen Wettbewerbsherausforderungen für den deutschen Mittelstand sind groß, als auch die Transitionen, die wir in Europa eingeleitet haben. Wir brauchen riesige Investitionen vom deutschen Mittelstand.

Speaker #1: Die entsprechende Förderkulisse, die mit den Forderungen an den Mittelstand eigentlich synchronisiert sein müsste, funktioniert nicht, steht nicht. Und insofern gibt es hier weiterhin sozusagen viel Potenzial für die richtigen Rahmenbedingungen.

Speaker #1: Wir begleiten eine zunehmende Projektvolumensum, das ist sehr schön, aber das sind auch alles immer wieder sehr zähe Projekte und auch zumindest mal aus unserer Sicht niedrige Margen.

Speaker #1: Und dass das keine durchschlagende Wirkung hat, sehen wir am Ende auch am Wachstum des privaten Sektors in Deutschland. Der das nicht stattfindet. Und insofern kann man nur sagen, hier gibt es viel zu tun aus einer politischen Perspektive.

Speaker #1: Wir holen in dem Markt, was möglich ist. Und wachsen notfalls auch in sozusagen widrigen Bedingungen. Aber das Potenzial für Deutschland, das Potenzial für Europa hier ist riesig.

Speaker #1: So, letztes Produktsegment, die privaten Kredite. Ratenkredite aus den Loans. Plus 11 Prozent beim Transaktionsvolumen in einem nur leicht wachsenden Markt. Hier sehen wir Marktanteilsgewinne.

Speaker #1: Und trotzdem die Challenge auch, dass in einem insgesamt weiterhin rezessiven Umfeld der Privatwirtschaft mit einer hohen Volatilität Banken natürlich auch sehr vorsichtig sind in ihrer Kreditpolitik.

Speaker #1: Und wir insofern auch weiterhin sozusagen eine schwache Conversion Rate sehen. Das Segment wächst. Wir haben strategisch auch die Weichen dafür gestellt, dass wir durch die Ausweitung unseres Angebots in den Bereich B2BDC für unsere Partner eine sozusagen eine Transition mitbegleiten, die insgesamt im Ratenkreditgeschäft vor sich geht.

Speaker #1: Also immer mehr wird online abgeschlossen. Immer mehr geht auch an der Bankfiliale vorbei. Und insofern schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass wir sozusagen trotz anspruchsvollen Marktumweltumfeld für unsere Partner hier mit den richtigen Angeboten dafür sorgen, dass sie sich dem Wettbewerb stellen können.

Speaker #1: So, für das Segment, für das Segment insgesamt, ein leichtes Plus bei Umsatz und Rohertrag, 5 Prozent nach oben. Weil das Vorjahr recht eine recht schwache Basis hatte, wirkt relativ das EBIT-Wachstum stark.

Speaker #1: Am Ende sind es aber auch nur 0,6 Millionen im ersten Halbjahr mehr, also schön, dass mehr. Und ein Beitrag zum Gesamtkonzern. Und trotzdem bleibt in dem Segment natürlich noch viel Potenzial da.

Speaker #1: Wir investieren hier viel, sowohl in die Wohnungswirtschaftliche Plattform als auch in die Ratenkreditplattform. Hier sind wir von unseren EBIT-Margenerwartungen natürlich noch ein ganzes Stückchen entfernt und entwickeln das systematisch weiter.

Speaker #1: Das erste Halbjahr ging hier absolut in die richtige Richtung. So, drittes Segment, Insurance. Sie wissen, wir sind mit drei Plattformen im Versicherungsmarkt vertreten. Alle drei Plattformen weisen im ersten Halbjahr ein deutlich zweistelliges Wachstum auf ihren sozusagen in ihren digitalen Systemen nach.

Speaker #1: Wir sind bei Smart Insurtech in einer zwischenzeitlich doch erfreulichen Dynamik. Das der Migration von Beständen. Wir sehen, dass Corify weiterhin in einer lange dauernden Beta-Phase Kunden gewinnt und auch Nutzung intensivieren kann.

Speaker #1: Und wir sehen bei ePension eine zunehmende Nutzung innerhalb der betrieblichen Vorsorge. Alle drei Märkte sind insgesamt nicht hochdynamisch wachsend. Es gibt überall nur kleine Pluszeichen.

Speaker #1: Mehr oder weniger auf dem Niveau der Inflationsrate. Insofern, wir sind einer der wesentlichen Treiber für die Digitalisierung in all diesen drei Märkten. Und kommen mit unseren Plattformen gut voran.

Speaker #1: Für das Segment insgesamt leicht zweistelliges Wachstum von Umsatz und Rohertrag, auch noch ein bisschen bedingt durch veränderte Rechnungslegung, aber also auch Wachstumskurs. Das heißt, das die positive Entwicklung der Plattform wird hier gerade im ersten Halbjahr nicht negativ überkompensiert durch Schwächen in den anderen Geschäftsmodellen.

Speaker #1: Und auch durch Einmaleffekte ein leichtes Plus beim EBIT, also insofern on track. Das Versicherungsgeschäft sich systematisch aus seiner aus der Anfangsphase unter vielen Verlusten in ein normale Geschäftstätigkeit hineinzuarbeiten und auch profitabel mit Deckungsbeitrag, mit EBIT-Marge zum Konzernergebnis beizutragen.

Speaker #1: Also gutes erstes Halbjahr auch für das Versicherungsgeschäft. So, damit sind wir wieder beim Konzern insgesamt. Leichte Pluszeiten im ersten Halbjahr. Ich habe erläutert, wie sich die ergeben aus den unterschiedlichen Marktentwicklungen heraus, wo wir Gegenwind haben.

Speaker #1: Und trotzdem mit Pluszeichen enden konnten. Wir machen das Ganze und wir haben die 20 Prozent und fast 20 Millionen EBIT im ersten Halbjahr geschafft.

Speaker #1: Trotz auch weiterhin erheblicher Investitionen in KI entlang der aller Geschäftsmodelle und der Wertschöpfungskette. Hier nur kurz visualisiert am Beispiel von Real Estate und Mortgage und dort dem Finanzierungsprozess.

Speaker #1: Sowohl in der Beratung als auch natürlich in der Europace-Plattform investieren wir massiv in Funktionalität und Angebote für unsere Nutzer und am Ende für den Verbraucher, der in die eigenen vier Wände will, den Prozess effizienter, schneller, sicherer zu gestalten.

Speaker #1: Und diese Investitionen machen unsere Plattformen, machen unsere Angebote am Ende für den Verbraucher, für den Franchisenehmer immer mehr einmalig im Markt. Und sorgen dafür, dass halt ein inkrementelles Wachstum trotz rückläufigen Markt möglich ist.

Speaker #1: Wir sehen auch weiterhin keine Gefahr für unsere Geschäftsmodelle durch generative LLMs oder auch spezialisierte Modelle, die Teile der Beratung übernehmen könnten. Wir sehen, dass wir in eine Koexistenz hineinlaufen mit diesen Agents, die an der richtigen Stelle dann die Verbraucher in unsere Systemlandschaft übergeben werden.

Speaker #1: Wir sind technisch darauf vorbereitet, dass das möglich wird. Und jetzt muss ich halt noch der Verbraucher die enormen Chancen, die in Agenten schlummern, für sich erschließen.

Speaker #1: Damit sehr viel selbstständiger, freier sich für Wohneigentum entscheiden kann. Und im übertragenen Sinne gilt das auch für alle anderen Produkte bei uns. Hier spielt die Entwicklung der KI eine katalysatorrolle für die Befähigung unserer Kunden, noch schneller, noch effizienter mit uns, mit unseren Plattformen zu interagieren.

Speaker #1: Bei unserem Weg in Richtung Rekordjahr war das erste Halbjahr ein ordentlicher Schritt in die richtige Richtung. Ich würde mal sagen, im Bereich der Verlustreduzierung, gerade durch den großen Erfolg der Value im ersten Halbjahr, sind wir on track, da eher im oberen Bereich zu landen dessen, was wir uns vorgenommen haben.

Speaker #1: Im Bereich der Marktnetzheitsgewinne sehe ich uns auch on track, auch wenn teilweise unklar ist, wie genau sich der Markt im ersten Halbjahr wie stark geschrumpft ist, wenn man so will.

Speaker #1: Wir sehen, was wir aus dem Markt herausholen und haben auch ein ganz gutes Gefühl. Der Markt selbst war volatil im ersten Halbjahr. Und da der Iran-Konflikt auch stündlich 100 Prozent sich immer wieder dreht und damit alles andere als klar ist, der Ukraine-Krieg von Russland fortgesetzt wird, bleibt natürlich das Umfeld fürs zweite Halbjahr alles andere als verlässlich.

Speaker #1: Also das sozusagen die Bandbreite, die wir hier gesehen haben, am Anfang des Jahres, ist leider weiterhin intakt. Also das, was wir beeinflussen können, das sehen wir sozusagen eine positive Abweichung im ersten Halbjahr.

Speaker #1: Bei den Marktbedingungen sind wir hier nicht im Mittelfeld gerade, sondern die waren schwach im ersten Halbjahr. Und es bleibt zu hoffen, dass Geopolitik irgendwann in den Bereich der Vernunft wieder zurückkehrt.

Speaker #1: So, das gesagt, bleiben wir bei unserem Forecast. Ein Cross-Profit, ein Rohertrag von mindestens 280 Millionen im ersten im Jahr 2026. Wir haben gewöhnlich ein stärkeres zweites Halbjahr als das erste Halbjahr.

Speaker #1: Auch wenn Q3 immer wieder schwächer ist als Q4. Also das liegt jetzt halt vor uns. Wir rechnen weiterhin mit einem EBIT von 40 bis 55 Millionen.

Speaker #1: Und die unbekannte Größe bleibt ja nur. Entwicklung. Mit Blick nach vorn, wir haben im ersten Halbjahr erst geschafft, unsere EBIT-Marge weiter zu steigern. Wir wollen bis zum Ende dieses Jahrzehnts unsere EBIT-Marge gegenüber dem Jahr 2025 verdoppeln.

Speaker #1: Da sind wir on track mit allem, was wir aktuell sehen können, das auch zu erreichen. So viel von mir. Für das erste Halbjahr, ich übergebe jetzt gerne an den Jan für die Moderation der Q&A.

Speaker #1: Auf Deutsch jetzt gerade die Q&A.

Speaker #2: Korrekt. Vielen Dank für die Ausführungen und liebe Teilnehmer. Ich habe gerade schon eine kurze Anleitung in den Chat hineingestellt. Sie können gerne eure Fragen stichpunktartig stellen und ich werde sie an Ronald formulieren.

Speaker #2: Alternativ gibt es unter dem Namen oder der Namensliste so einen kleinen Button, so einen blauen Handhebelzeichen, da können Sie auch gerne die Hand heben und entsprechend werden wir dann Rederechte erteilen.

Speaker #2: Ich bleibe mir vor so ein bisschen die Reihenfolge, wie immer so ein bisschen zu ändern. In Themenblöcken zusammenzufassen. Von daher, wenn Sie sich wundern, dass Ihre Frage gerade nicht dran kommt, keine Angst, die wird nicht vergessen.

Speaker #2: Sondern passt nur vielleicht gerade thematisch nicht ganz in den Ablauf. Ansonsten Namen von Investoren nennen wir nicht soweit. Namen von Analysten und Finanzjournalisten nennen wir soweit sehr gerne, es sei denn im Chat mit dem ausdrücklich widersprochen wurde.

Speaker #2: Liegen die ersten ein, zwei Fragen vor. Ich versuche, das Thema mal ein bisschen zu gruppieren. Das erste ist eine relativ einfach niedrigschwellige, kurze Nachfrage einer Investor fragt, ob man das richtig verstanden hat, dass wir mit einem Break-even von Boviport in 2027 rechnen.

Speaker #1: Das hat richtig verstanden.

Speaker #2: Das hat soweit richtig verstanden. Gut. Dann ein, ich mache mal ein bisschen Themensprung, weil das bisher die beiden ersten Fragen sind, die wir haben.

Speaker #2: Wie stehen wir grundsätzlich zum Thema Aktienrückkäufe?

Speaker #1: Wir sehen Aktienrückkäufe grundsätzlich als ein geeignetes Instrument an, Liquidität dem Unternehmen vorhanden ist bei niedrigen Aktienkurs zu nutzen, für die bestehenden verbleibenden Investoren einen Mehrwert zu generieren.

Speaker #1: So, das insofern, das ist ein probates Mittel, der Optimierung des Ertrags pro verbliebener Aktie. Haben das in der Vergangenheit genutzt? Ich gehe davon aus, dass wir das auch in der Zukunft nutzen werden.

Speaker #2: Beim gleichen Nachfrage besteht es aktuell das Thema. Das passt thematisch gerade mit rein.

Speaker #1: Würde es eine Entscheidung geben, jetzt gerade Aktien zurückzukaufen, wäre die ein bekannt, weil das eine ad hoc pflichtige Information wäre. Insofern, es gibt jetzt gerade nicht diese Entscheidung, Aktien zurückzukaufen.

Speaker #1: Das kann sich natürlich in der Zukunft jederzeit ändern. Ach so, gleich ergänzt aber natürlich, wir haben von der Hauptversammlung das Recht, 10 Prozent unserer eigenen Aktien zurückzukaufen.

Speaker #1: Ist gerade im Juni auf der Hauptversammlung erneuert worden.

Speaker #2: Korrekt. Sehr schön. Vielen Dank. Falls irgendwas unklar ist, gerne nachfragen. Ansonsten nehmen wir die Frage erst mal an. Es gibt eine weitere Frage von Jochen Schmidt, Bankhaus Metzler.

Speaker #2: Eine Frage zu Corify und zwar, ist im Halbjahresbericht eine Forschungszulage erwähnt. Handelt es sich hierbei einen Einmaleffekt?

Speaker #1: Also da sind, wenn man so will, da sind Teile ein Einmaleffekt. Grundsätzlich sind Forschungszulagen, wenn man das so nennen will, in Deutschland ja eine Form der Steuererstattung.

Speaker #1: Für besonders innovative Unternehmen. Das ist auch ein Produktangebot, ein Beratungsangebot, das die Ram Capital AG dem gesamten deutschen Mittelstand macht und seit vielen Jahren dort erfolgreich Mittelständler begleitet.

Speaker #1: Wir haben in der Vergangenheit davon erstaunlich wenig sozusagen selbst sozusagen das Angebot unserer eigenen Gesellschaft genutzt. Wir haben das im letzten Jahr begonnen zu verändern, dass wir zunehmend Teile unserer Entwicklungstätigkeit halt auch sozusagen fördern lassen entsprechend.

Speaker #1: Und sind da zwischenzeitlich auch in einem sehr erfolgreichen Prozess. Insofern, das wird, also wir werden es grundsätzlich fortsetzen, dass wir sozusagen das, was der Staat nun unbedingt an sozusagen Steuergutschriften ausreichen will, dann auch nutzen werden.

Speaker #1: Die Höhe ist insofern jetzt nur relevant gewesen und deswegen haben wir es mal explizit auch genannt, weil es relativ zum Segmentergebnis schon eine Bedeutung hatte.

Speaker #1: Und weil es auch Erstattungen für Vorjahre enthalten hat. Also nicht nur laufende Investitionen. Also es wird weitergehen mit laufenden Investitionen und inkrementell passiert das die ganze Zeit in sozusagen auch in allen Segmenten.

Speaker #2: Vielen Dank. Ich hoffe, das erklärt es. Jochen, falls nicht, melde dich gerne noch einmal. Ansonsten noch einmal die Erinnerung an alle Teilnehmer. Wir haben, Sie haben die Möglichkeit, über den Chatfunktionen Ihre Nachricht zu stellen.

Speaker #2: Sollte aus irgendwelchen Gründen technisch Ihre Organisation diesen Chat nicht zulassen, gerne auch per E-Mail an mich. Meine E-Mail-Adresse habt Ihr, haben Sie. Ich gucke da nebenbei immer noch auf im Auge rein.

Speaker #2: Per E-Mail ist nichts gekommen bisher, aber im Chat poppt die nächste Frage auf. Und zwar von Olivia Pulvermacher von der Deutschen Bank. Und zwar geht es hier vielen Dank für die Präsentation.

Speaker #2: Es geht das EBIT in der Financing-Plattform. Das ist 73 Prozent gesunken, obwohl das Cross-Profit leicht gestiegen ist 3 Prozent. Wie viel von diesen höheren Kosten, die hier vermutet werden, waren nun temporär und was können wir für das H2 hierfür erwarten?

Speaker #2: Also die 73 Prozent beziehen sich meines Wissens darauf, dass Q2, ja. Deswegen kurzer Zeitraum, das, ja.

Speaker #1: Ja, genau. Also ist ein kurzer Zeitraum. Also ich würde mal, ich würde so formulieren, bitte glätten. Also grundsätzlich haben wir nicht in einer ungewöhnlichen Form sozusagen verstärkt Kosten aufgebaut, die Recurring sind, die wiederkehrend sind.

Speaker #1: Weder auf der Personal noch auf der Sachkostenseite. Also insofern sind das eher viele kleinere Einmaleffekte auf einer kleinen Basis in kurzem Zeitraum.

Speaker #2: Korrekt. Vielen Dank. Olivia, wenn was unklar ist, melde dich gerne noch mal. Ansonsten auch bei mir eventuell. Wir haben dann im Chat momentan keine Frage, aber ich habe gerade auf einmal gesehen, per E-Mail ist noch was reingekommen.

Speaker #2: Und zwar von Christoph Liefert von BNP Paribas. Und zwar, welche Auswirkung hat der Exit der Baufinanzierung von Check24 auf Hypoport? Da ging letzte Woche, glaube ich, was über den Ticker.

Speaker #2: Und welche Erwartungen haben Sie? Hast du, Ronald, an das Mortgage Volume in Deutschland im zweiten Halbjahr?

Speaker #1: Ja. Also danke für die Frage. Ich hatte bewusst überlegt, ob ich bestimmte Großereignisse aus unserem ich sage es mal, Partner- und Wettbewerbsumfeld explizit erwähne oder nicht.

Speaker #1: Habe mich dagegen entschieden, in der Hoffnung, dass es in der Q&A kommt. Insofern, hat funktioniert. Danke. Also genau, Check24 hat letzte Woche bekannt gegeben, dass ihre Baufinanzierungsaktivitäten einzustellen das ist Teil einer größeren Strategie von Check24, sich auf sozusagen skalierbare auch ähnliche Geschäftsmodelle zu fokussieren.

Speaker #1: Und aus Sicht von Check24, kleinere Geschäftsmodelle, wo sie vielleicht auch nicht geschafft haben, eine Marktstellung zu erreichen, die den anderen ihren anderen Marktstellungen in den anderen Geschäften ähnlich ist, sozusagen die durchzusetzen.

Speaker #1: Also insofern, das ist eine Entscheidung, sozusagen in der strategischen Ausrichtung von Check24. Nach meinem Verständnis hat das nichts damit zu tun, dass Check24 eine allzu negative Perspektive auf den weiteren Baufinanzierungsmarkt in Deutschland in den nächsten Jahren hätte.

Speaker #1: So. Welche Auswirkung hat das auf uns? Check24 hat sein Volumen über die Europace-Plattform abgewickelt, war ein sehr spannender Partner, weil sie sehr technisch den Prozess begleitet haben und viel eigene sozusagen Nutzerapplikation auch gebaut haben und insofern jemand war, der die API-First-Strategie von Europace viele Jahre sozusagen sehr aktiv begleitet hat und gefordert und gefördert hat, kann man sagen.

Speaker #1: Insofern, schade, dass sie den sozusagen dass sie den Markt verlassen und das heißt natürlich im ersten Schritt mal, dass das Volumen, was Check24 über Europace abgewickelt hat, jetzt wegfallen wird.

Speaker #1: Das Ganze ist natürlich in einem Markt, in dem sozusagen Verbraucher sich überlegen, mit wem sie ihre Finanzierung begleiten wollen. Sozusagen nicht wirklich weg, sondern wird halt umverteilt.

Speaker #1: Wir gehen davon aus, dass wesentliche Teile dieses Volumens, weil es auch sozusagen Check24 sehr online-lastig war, auch weiterhin über den Vermittlermarkt abgewickelt wird. Im Vermittlermarkt haben wir einen Anteil von etwa 60 Prozent.

Speaker #1: Also das insofern einfache Erwartung ist, dass 60 Prozent des Geschäfts, was sonst über die Marke Check24 bei uns gelandet wäre, in der Zukunft über andere Vermittlerkanäle einschließlich Dr. Klein bei uns landet.

Speaker #1: Aus Sicht von Dr. Klein ist der Wegfall des Wettbewerbers Check24 erfreulich. Das war ein wichtiger Mitbewerber, wenn es darum ging, online Verbraucher anzuziehen. Das war auch ein Wettbewerber, der aggressiv war, der auch die Marketingkanäle verteuert hat.

Speaker #1: Insofern, aus Dr. Klein Sicht ist das ein Wachstumsimpuls, wenn man so will. Dass sich dort die Nummer drei im Markt zurückzieht und damit mit der Marke Interhyp und der Marke Dr. Klein nur noch zwei wirklich relevante Marken im Markt verbleiben.

Speaker #1: Und das gesagt, würde ich auch sagen, aus Sicht der sozusagen Hypoport Gruppe insgesamt, würde ich sagen, im Großen und Ganzen ein neutrales Ereignis. Wir verlieren den Europace-Partner.

Speaker #1: Geschäft wird umverteilt, auf andere Vermittlungskanäle. Auch auf Dr. Klein, die eine deutlich höhere EBIT-Marge haben als wir allgemein auf der Plattformebene haben. Insofern, insgesamt würde ich sagen, neutral.

Speaker #1: Und trotzdem natürlich mit einem wie könnte man sagen, mit einem leicht leichter Wehmut, weil Check24 aus einer technologischen Sicht einen stetig spannenderen Herausforderung für uns war.

Speaker #2: Vielen Dank. Vielleicht zur zweiten Frage, welche Erwartungen wir an das private Immobilienfinanzierungsvolumen in Deutschland im halben zweiten Halbjahr.

Speaker #1: Ja. Das ist also wenn sozusagen wenn wir nicht ständig und ständig ist ja wirklich gerade wöchentlich geopolitische große und kleine geopolitische Schocks erleben würden, dann wäre der primäre Trend, dass Mietwohnungen in Deutschland unattraktiver, unerreichbarer also unattraktiver für den Vermieter werden, unerreichbarer für den sozusagen Suchenden potenziellen Mieter werden.

Speaker #1: Und das ist zu einer zunehmenden Beschleunigung dieser Entwicklung auch der Verschiebung in Richtung Verkauf durch den Vermieter und damit Wohneigentum durch den Nutzer kommt.

Speaker #1: Diese Entwicklung wäre primär, wenn die Volatilität aus den anderen Themen heraus wäre. Leider ist sie aber da und das macht die Prognose so schwer.

Speaker #1: Also sozusagen ohne Wohler Wachstumsmarkt durch diesen Trend, mit Wohler wird das leider ein reiner Zufall. Also faktisch Wohler also allein auch schon starke Zinsschwankungen sind nicht förderlich für die Transaktionsgeschwindigkeit.

Speaker #1: Immer wieder kurzfristig haben wir gerade gesehen auch in Q1 stark gestiegenes Volumen, wenn die Zinsen nach oben gehen, kurzfristig. Danach höhere Zinsniveau und Volumen fallen halt wieder zurück, weil viele Vorteilseffekte drin waren.

Speaker #1: Also Wohler ist nachhaltig nicht gut für diesen Markt. Es wäre hilfreicher, wenn wir eine Seitwärtsentwicklung hätten, eine Stabilität hätten, es wäre auch hilfreich, wenn primär der private Sektor Kredite nachfragt und nicht die öffentliche Hand, weil das Zinsniveau durch die starke Nachfrage der öffentlichen Hand künstlich erhöht wird und die Immobilienpreise in Deutschland zu langsam darauf reagieren.

Speaker #1: Auch das verlangsamt den Prozess der Wohneigentumsbildung. In Deutschland und ist insofern nicht hilfreich für unser Geschäftsmodell. So, das alles gesagt, Blick nach vorn, ich würde sagen, die Trendwende in Richtung Wachstumsmarkt kann uns gelingen, wenn die Volatilität zurückgeht in der in der Geopolitik, wenn die erhalten bleibt.

Speaker #1: Können wir auch ein schwaches Jahr 2026 erleben.

Speaker #2: Vielen Dank. Christoph, ich hoffe, das beantwortet deine Fragen. Falls nicht, schreibt gerne per E-Mail eine Nachfrage. Dann sind in der Zwischenzeit im Chat noch zwei weitere Fragen aufgetaucht und zwar haben wir eine Frage von Carsten Stevens von der Börsenzeitung.

Speaker #2: Und zwar, guten Morgen, Sie haben auf die Marktentwicklung und konkret auch auf die aktuellen Aktivitäten der Taro Bank und einer deutschen Großbank in der Baufinanzierung verwiesen.

Speaker #2: Können Sie diese Beobachtung noch etwas näher ausführen? Also ich vermute, das bezieht sich dann auf diese beiden konkreten Fälle, einmal die Taro Bank und einmal die deutsche private Großbanken, die sich aus strategischen Gründen so ein bisschen zurückgezogen hat.

Speaker #1: Ja, also ich würde mal sagen, also die deutsche Großbank, die sich weiterhin vorsichtig im Baufinanzierungsmarkt bewegt, ist die Deutsche Bank, hat gerade Halbjahreszahlen vorgelegt.

Speaker #1: Im ersten Halbjahr ging der Kreditbestand der Deutschen Bank 2 Milliarden Euro zurück. Das heißt, sie macht zwischenzeitlich so wenig neue Geschäft, dass der Bestand schmilzt.

Speaker #1: Obwohl der Markt jetzt mal in der historischen Einordnung der letzten Jahre ja eher ganz gut ist. Sozusagen die Taro Bank ist sozusagen neu in den Markt eingetreten.

Speaker #1: Will im deutschen Baufinanzierungsmarkt eine relevante Größe erreichen und wir werden sie dabei begleiten. Viel mehr kann ich da auch an der Stelle noch nicht sagen.

Speaker #1: Ich glaube, das versteht auch jeder und wir gehen auch nicht ein auf sozusagen geschäftspolitische Entscheidungen, die sozusagen im Rahmen der Zusammenarbeit mit einzelnen Partnern uns zwar bekannt sind, aber noch nicht public sind.

Speaker #2: Korrekt. Das ist, denke ich, selbstverständlich in dem Geschäft. So, ich hoffe, das passt soweit für Sie, Herr Stevens. Und falls nicht, gerne natürlich nachfragen.

Speaker #2: Dann haben wir von einem Investor eine weitere Frage. Ist aber ein Themensprung, kommt gerade aktuell nichts anderes rein. Von daher ziehen wir diese Frage zum Marktanteil von Voviport vor, also unser ERP-Lösung für die institutionelle Wohnungswirtschaft und zwar die Frage zum Marktanteil, wo stehen wir aktuell und was ist unser Erwartungshaltung bis 2030?

Speaker #1: Bis also also Marktanteil, fangen wir dort an. Das ist also der Wohnungsmarkt in Deutschland ist sehr fragmentiert. Und es gibt wenn man so will auch eine Vielzahl sozusagen von Playern und Übergängen zwischen Gruppen von Playern, die das auch nicht sehr scharf machen.

Speaker #1: Also mal vom Grundsatz her, von den 20 Millionen Wohnungen in Deutschland sozusagen würde ich persönlich so ungefähr 6 Millionen der Wohnungswirtschaft zurechnen. Da sind dann schon große private Akteure mit drin, bei den 6 Millionen.

Speaker #1: Und damit sind da auch Akteure drin, wo wir aus heutiger Sicht jetzt die noch nicht zu der Zielgruppe der sozusagen von Voviport zählen würde.

Speaker #1: Das kann sich aber auch ändern. Und trotzdem also sozusagen die 6 Millionen wären meine Definition von Wohnungswirtschaft. Es gibt viele andere auch, ja. Also es gibt auch eine Perspektive nur die kommunale und die genossenschaftliche Wohnungswirtschaft zusammenzuziehen.

Speaker #1: Es gibt auch Perspektiven, die Hausverwaltungen mit einschließen, gerade große Hausverwaltungen, die man mitrechnen könnte. Also insofern sozusagen wenn man so will ist nicht es gibt nicht die eine Markt die eine Marktdefinition, wenn man so will.

Speaker #1: Also wenn wir die 6 Millionen nehmen und das in Relation setzen zu den gut 700.000 Nutzeinheiten, die wir zwischenzeitlich gewonnen haben, dann sehen Sie, dass unser Marktanteil sich jetzt zwischenzeitlich so bei 12, 13 Prozent bewegt.

Speaker #1: So. 2030 ist in vier Jahren ich würde aus heutiger Sicht davon ausgehen, dass sich die Dynamik, die wir in den letzten Jahren gesehen haben mit dem Zugewinn so in der Größenordnung von 200.000 Nutzeinheiten jährlich fortsetzt.

Speaker #1: Das ist dann ist das mal vier, dann sind das kommen da 800.000 Einheiten dazu. So ungefähr sind wir bei 1,3 Millionen Einheiten und damit bei 26 Prozent das ist gerade richtig überschlagen 26 Prozent Marktanteil.

Speaker #1: Das wäre jetzt die Entwicklung bis 2030 unter Fortsetzung aller heute bekannten Annahmen.

Speaker #2: Vielen Dank. Haben momentan.

Speaker #1: Damit auch ein bisschen erklärt, wie sich das verändert, wie sich auch die Relation verändern zu den Mitbewerbern. Das steckt da ja alles drin.

Speaker #2: Richtig, richtig. Vielleicht noch mal kurz zur Zahleneinordnung. Du hattest von den 20 Millionen Haushalten gesprochen. Das ist jetzt die vermietete Seite also wenn man die Haushalte in Deutschland genau also genau und circa ein Drittel entfällt auf die institutionelle Wohnungswirtschaft, zwei Drittel entfallen auf private Vermieter.

Speaker #2: Was nicht unsere Zielgruppe ist, weil sie zu klein sind und das ist richtig angedeutet. Die 1, 2, die großen, die wir da draußen haben, namentlich von Novias sind noch nicht unsere direkte Zielgruppe.

Speaker #2: Perspektivisch können aber auch solche großen Wohneinheiten Voviport irgendwann nutzen.

Speaker #1: Genau. Voviport setzt ja in seiner in seinen Funktionsumfang und wird damit auch für größere immer attraktiver.

Speaker #2: Exakt. Sehr schön. Gut, dann hoffe ich, die Frage soweit beantwortet. Falls nicht, gerne nachfragen hier im Chat. Oder per E-Mail. Ansonsten haben wir von Carsten Stevens noch einmal Börsenzeitung eine Nachfrage.

Speaker #2: Das war die Frage eben zur Taro Bank und zur großen deutschen Privatbank. Die Taro Bank war bisher in Deutschland ein Kooperationspartner des Talanx Konzerns.

Speaker #2: Inwieweit entspricht diese neue Kooperation mit Hypoport jetzt thematisch der bisherigen Talanx Kooperation? Können wir dazu was sagen?

Speaker #1: Also ich kann nichts über den Umfang und die Ausrichtung der Talanx Kooperation sagen. Aber ich kann sagen, dass für die Taro Bank es eine strategische Entscheidung gibt auf das eigene Buch Baufinanzierungsgeschäft zu aktuellen.

Speaker #1: Also ein eigenes Portfolio aufzubauen. So wie das für eine Retail Bank auch normal ist und wie es am Ende auch wenn man so will für eine Retail Bank auch nur funktioniert.

Speaker #1: Also man sammelt Einlagen ein und verleiht die wieder. Und die Taro Bank hat bisher auf aus dem eigenen Buch heraus also ausschließlich sozusagen private Darlehen Datenkredite verliehen und hat eine strategische Entscheidung gefällt, dass auch das Baufinanzierungsgeschäft an Verbraucher jetzt mit aufzunehmen.

Speaker #1: Auch halt eine ausgeglichene Bankbilanz so Einlagen und Ausleihungen sozusagen systematisch zu entwickeln hier in Deutschland. So und das das interferiert nicht mit dem, was sie bisher mit dem Talanx Konzern gemacht hat.

Speaker #2: Korrekt. Und ansonsten würden wir uns auch nicht zu Kooperation unserer Kunden mit anderen Marktteilnehmern entsprechend äußern, weil uns da auch einfach schlicht und ergreifend die Details fehlen natürlich.

Speaker #2: Nichtsdestotrotz bei Nachfragen melden Sie sich gern, Herr Stevens. Und noch einmal die Erinnerung: Fragen gerne im Chat oder per E-Mail. Da schaue ich jetzt auch gerne noch einmal rein.

Speaker #2: Per E-Mail ist nichts weiter gekommen. Im Chat sehe ich alle Fragen als beantwortet an. Noch einmal kurz die Erinnerung: Sie haben noch die Möglichkeit, Fragen zu stellen falls nicht und alles geklärt ist.

Speaker #1: Dann hätte ich mal sagen Werbung in eigener Sache. Wir wer möchte 17 Uhr gibt's noch mal eine FAQ in der englischen Sprache. Dann falls sich Fragen bis dahin ergeben, können wir die nachher auch gern gemeinsam prozessieren.

Speaker #2: Korrekt. Und ansonsten im Hintergrund gerne an Investor Relations@hypoport.de Sie wissen, wie Sie uns alle erreichen. Ihr wisst, wie ihr uns bekommt. Dann danke ich fürs für das Gespräch, Ronald.

Speaker #2: Ich hoffe auch im Namen unserer Investoren und wünsche allen einen guten Rest Sommer und wir hören uns hier allerspätestens zu den Q3 Zahlen am 9.

Speaker #2: November. Es ist glaube ich Anfang November und ansonsten zwischenzeitlich immer gerne auf Konferenzen oder bei Fragen meldet euch melden Sie sich gern. Vielen Dank.

Speaker #1: Okay. Danke schön. Bis bald.

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